Archiv der Kategorie 'Rettung'

Tag der Rettungsorganisationen 2008

Donnerstag, den 18. September 2008

Plakatfoto: Paul Plutsch

Die Idioten vom Rettungsdienst

Montag, den 31. März 2008

Foto:Paul Plutsch

Stellen Sie sich bitte mal vor,

dass Sie an einer Hauptstraße wohnen. Nachts um drei Uhr fährt mit Tatü Tata und Radau die Feuerwehr und der Rettungsdienst mit größtenteils freiwilligen und unbezahlten Helfern an Ihrem Haus vorbei. Sie werden sofort wach und denken eventuell…

… Hoffentlich kommen die noch rechtzeitig !!!

oder

… Naja, nach der StVO muss der Fahrer ja mit
Blaulicht und laufendem Signalhorn fahren !!!

oder (am wahrscheinlichsten)

… Müssen diese Idioten wieder so einen Krach
machen ???

Aber haben Sie auch schon einmal daran gedacht, dass diese Idioten vor drei Minuten noch genauso friedlich in ihrem Bett schlummerten wie Sie? Dass diese Idioten auch um 6 Uhr früh wieder raus müssen, wie Sie? Und dass diese Idioten, wenn sie nach drei Stunden Einsatz wieder ins Bett fallen, sowieso nicht mehr schlafen können? Man schläft halt nicht so gut, wenn man gerade einen Menschen aus einem brennenden Haus oder verunfallten Fahrzeug gerettet hat! Wenn man ihn überhaupt noch retten konnte!

Aber wahrscheinlich werden Sie gar nicht wach, weil
unsere Fahrer aus Rücksicht auf Sie trotz Vorschrift das Martinshorn auslassen. Oder Sie wohnen erst gar nicht an einer Hauptstraße.

Dann haben Sie eben Glück und brauchen sich nicht über diese IDIOTEN von Rettungsdienst und den anderen Organisationen aufregen…

Aber manchmal wünschte ich, Sie wüssten wie es ist:

…den Kummer der Familie zu sehen, die gerade nach Hause kommt und ihr Haus und ihre Habseligkeiten beschädigt oder gar zerstört vorgefunden hat.

…ein brennendes Schlafzimmer nach eingeschlossenen Menschen abzusuchen, die Flammen schlagen über den Kopf hinweg, Handflächen und Knie schmerzen, weil man kriechen muss.

…die Furcht in den Augen der Ehefrau zu sehen, wenn ich ihrem Ehemann den Puls fühle und keinen finde. Ich hoffe wieder besseren Wissens, ihn ins Leben zurück zu holen, aber weiß doch, dass es zu spät ist. Aber seiner Familie muss ich das Gefühl geben, dass wir alles mögliche getan haben.

…eine junge Frau aus den zertrümmerten Resten ihres Wagens zu ziehen. Was wäre, wenn es meine Schwester, meine Frau oder eine Bekannte wäre? Wie werden Ihre Eltern reagieren, wenn vor ihrer Haustür ein Polizist steht, der seine Mütze in der Hand hält???

…nach Hause zu kommen und meine Eltern/meine Familie zu begrüßen, aber nicht erzählen zu können, dass man beinahe eben nicht mehr vom Einsatz zurückgekommen wäre.

…all die Tragödien verarbeiten zu müssen, die meine Augen gesehen haben.

…einen kleinen Jungen auf dem Arm zu tragen, der fragt “Ist meine Mama okay?”, und es einem unmöglich ist, ihm in die Augen zu schauen, ohne dass die Tränen in die Augen steigen; oder einen alten Freund zurückzuhalten, der mit ansehen muss, wie sein bester Kumpel in den Rettungswagen getragen wird.

ROTKREUZ BALL - SCHALLABURG

Donnerstag, den 10. Januar 2008

Foto: Paul Plutsch Ball 2008

 

Aus LEBIG wird “144 Notruf Niederösterreich”

Donnerstag, den 20. Dezember 2007

Foto: Paul Plutsch

Die 2003 eingeleitete Entwicklung, 90 kleinere Leitstellen in Niederösterreich effizient zu bündeln, um Lebensqualität, Sicherheit und Sicherheitsgefühl zu steigern, habe sich zu einem etablierten System entwickelt und werde jetzt mit der Umbenennung des technokratischen Namens LEBIG auf “144 Notruf Niederösterreich” abgeschlossen, gab Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka heute, 19. Dezember, bekannt. Dahinter stehe die Philosophie, im Notfall alle nötigen Maßnahmen auf höchstem Niveau anbieten zu können und die Ressourcen der Krankentransporte sinnvoll einzusetzen. 2006 sei das Land Niederösterreich als Hauptgeschäftsführer eingestiegen und habe 66 Prozent der Anteile übernommen, das Land nehme damit seine soziale und gesundheitspolitische Verantwortung wahr und habe die Gemeinden und Bezirksstellen massiv entlastet, so Sobotka weiter. Weitere Gesellschafter sind das Rote Kreuz, der ASBÖ und die ÖAMTC-Christophorus-Flugrettung, Kunden sind unter anderem die Berg- und Wasserrettung, der Ärztebereitschaftsdienst etc. Im internationalen Vergleich verfüge der Notruf Niederösterreich über ein hervorragendes Image, Vorzeigemodell sei es vor allem hinsichtlich der Technologie und der erstklassig ausgebildeten 127 Mitarbeiter.2007 sei über eine Million Mal Hilfe geleistet worden, führte Sobotka aus und betonte, dass die Rettungskette lückenlos immer auch eine Betreuungskette sei. So seien heuer Anweisungen für 1.621 Wiederbelebungsversuche oder andere lebensrettende Maßnahmen sowie 34 Geburten per Telefon gegeben worden. Dass dabei kein einziger Fehler passiert sei, gebe ungeheure Sicherheit. Ingesamt seien 2007 über 2 Millionen Telefonate geführt, 253.213 Notrufe entgegengenommen, über 270.000 Arztkontakte vermittelt und über eine halbe Million Krankentransportanforderungen abgewickelt worden, so Sobotka abschließend.Nähere Informationen: Büro Landesrat Sobotka, Hermann Muhr, Telefon 02742/9005-12221, e-mail Hermann.Muhr@noel.gv.atRückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung, Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst, Tel.: 02742/9005-12175, www.noe.gv.at/nlk

BEZIRKSSTELLE MELK

Freitag, den 24. August 2007

 

Foto: Paul Plutsch

  

In der Bezirksstelle Melk werden derzeit 15 Rettungsfahrzeuge bereitgehalten. Im Rettungsdienst sind 17 hauptberufliche Kraftfahrer, rund 12 Zivildienstleistende und mehr als 100 ehrenamtliche MitarbeiterInnen tätig. An Werktagen sind dabei in Spitzenzeiten bis zu 28 Personen mit allen Fahrzeugen im Einsatz, gilt es doch bis zu 60 Rettungstransporte pro Tag durchzuführen. Seit Mai 2004 werden alle Einsätze der Bezirkstelle Melk und auch die der drei Ortsstellen von der Leitstelle Mostviertel (LEBIG) in St.Pölten koordiniert. Seit Jänner 2005 wird in Krummnußbaum an der Donauuferbahn ein Stützpunkt betrieben, an dem rund um die Uhr ein Rettungstransportwagen in Betrieb ist.

Foto: Paul Plutsch 

Am 20. Juli 1986 in Betrieb genommen, absolviert der Notarztwagen in Melk rund 1.200 Einsätze jährlich.
Die Besatzung des Notarztwagens setzt sich aus mindestens 2 Notfallsanitätern und einem Notarzt zusammen. Der Fahrer muss zusätzlich eine Ausbildung als Sanitätseinsatzfahrer und einen verkehrspsychologischen Eignungstest absolvieren.
Der Notarzt wird vom Landesklinikum Mostviertel Melk gestellt und wird bei Einsätzen von dort abgeholt.