Portrait 1 | Photographie

Portraitfotografie | Paul Plutsch

Passbilder zählen zum fotografischen Alltagsgeschäft, so manchem Profis ist diese Arbeit sogar lästig. Da darf man sich nicht wundern, wenn so viele Menschen ihre Passfotos nicht mögen. Paul Plutsch wird Sie so fotografieren, dass Sie mit den Bildern zufrieden sind. Egal ob es sich dabei um ein hochoffizielles EU-Passbild oder um ein künstlerisch gestaltetes Portrait-Foto handelt.

Porträtfotografie
Als Porträtfotografie bezeichnet man ein fotografisches Genre, bei dem Porträts von Lebewesen angefertigt werden; Motive sind meist Menschen, häufig werden auch Tierporträtserstellt. Ziel der künstlerischen Porträtfotografie ist meist das fotografische Herausarbeiten des charakteristischen Wesens des Motivs.
Ein Porträt (von französisch portrait; früher auch Portrait geschrieben) oder Bildnis ist ein Gemälde, eine Fotografie, eine Plastik oder eine andere Darstellung einer Person.
Das Porträt zeigt in der Regel das Gesicht der Person. Bei der Darstellung mehrerer Personen spricht man von einem Doppelporträt beziehungsweise Familienporträt oder Gruppenporträt. Porträtieren ist die Anfertigung eines Porträts.
Im engeren Sinn versteht man unter einem Porträt ein künstlerisches Bildnis. Ein porträtierender Künstler wird als Porträtist bezeichnet. Ein Porträtist versucht in der Regel, die Person nicht nur äußerlich abzubilden, sondern auch ihr Wesen bzw. ihre Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen.
Zahlreiche namhafte Maler, Grafiker und Bildhauer haben sich intensiv mit Porträts befasst und dadurch zur Entwicklung einer großen Darstellungsvielfalt beigetragen. Die Porträtmalereihat seit dem 17. Jahrhundert sehr stark an Bedeutung gewonnen. Seit dem 19. Jahrhundert hat die Porträtfotografie die Porträtmalerei ergänzt und ist auch in die Filmkunst als szenisches Element eingegangen.
Klassifizierung von Porträts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Darstellungsformen werden nach verschiedenen Aspekten bezeichnet: nach der Anzahl der dargestellten Personen sowie – besonders bei Einzelporträts – nach dem Ausschnitt der Figur und nach der Kopfhaltung im Verhältnis zum Betrachter. Überdies werden Bildnisse auch nach ihrer Funktion differenziert (z. B. Herrscherporträt) oder nach der thematischen Ausrichtung (z. B. Kostümbildnis).

Nach der Anzahl der Personen
Einzelporträt: Eine einzelne Person wird dargestellt. Dies ist der häufigste Typ des Porträts.
Doppelporträt: Bei einem Doppelporträt werden zwei Personen in einem Bild dargestellt. Das Gemälde Oberbürgermeister von Guaita und Tochter, 1817 von Johann Baptist Joseph Bastiné angefertigt, gilt als das einzige „monumentale Doppelbildnis zu dieser Zeit im Rheinland.“[6]
Zwei einzelne Pendant-Bilder, meist von Ehepaaren, sind kein Doppelporträt.
Gruppenporträt: Mehr als zwei Personen werden dargestellt. Hierzu gehört auch das Familienporträt, die Darstellung der gesamten Familie in einem Werk. Dieses Sujet findet sich bei Andrea Mantegna in der Ausschmückung der Camera degli Sposi des Palazzo Ducale in Mantua, bei Jakob van Oost dem Älteren in einem Bild Porträt einer Brügger Familie und 1561 Familie Berchem von Frans Floris. Das Familienbild war ein Markenzeichen des Biedermeier. Dies veranschaulichen die Werke von Johann Baptist Joseph Bastiné und Heinrich Franz Carl Billotte.

Allgemeines
Eine Variante der angewandten Porträtfotografie findet sich in der Kriminalistik, wo derartige Bilder in der Anthropometrie sowie zur Anfertigung von Steckbriefen und Passbildern hergestellt werden. Mit den Abzügen derAufnahmen von Heimatlosen aus den Jahren 1852–1853 des Berner Fotografen Carl Durheim wurde das weltweit erste Fahndungsbuch erstellt.
Porträtfotografien werden von Berufsfotografen angefertigt; diese betreiben oft speziell eingerichtete Fotostudios, die Porträt-Ateliers. Aber auch Fotoamateure beschäftigen sich mit der Porträtfotografie. SpeziellePorträtobjektive sind Teleobjektive mit einer Brennweite zwischen etwa 80 und 135 mm (bezogen auf das Kleinbildformat).
Geschichte und Entwicklung. Die Fotografie erfuhr Ende der 50iger, Anfang der 60iger Jahre des 19.Jahrhunderts einen großen Popularitätsschub. Hierfür kann man den französischen Fotografen André Adolphe-Eugène Disdéri als Verantwortlichen benennen. Er war der Meinung, dass ein fotografisches Porträt für viele Menschen unerreichbar teuer war. Sein Idee, das zu ändern, beruht auf der Entwicklung eines kleineren Formates als man es bisher verwendete, nannte das Carte de visite und ließ es 1854 patentieren. Die Herausforderung bestand anschließend in der technischen Umsetzung, der Steigerung der Produktivität und der Verringerung der Kosten. Nachdem ihm das erfolgreich gelungen war, übernahmen viele fotografische Ateliers die Carte de visite oder das Visitformat in ihr Angebot.
Die Porträtfotografie hatte große Bedeutung für die Fotografie der Frühzeit. Das Hauptproblem der langen Belichtungszeiten wurde durch spezielle Fixier- und Haltevorrichtungen wie Saronnys Universal-Kopfhalter gelöst. Jedoch war weiterhin ein großes Maß an Geduld beim Porträtierten erforderlich.

Zu den Pionieren dieses Genres zählen unter anderem:
Hermann Biow, Lewis Carroll, Julia Margaret Cameron, Franz Hanfstaengl, David Octavius Hill, Nadar, Oscar Gustave Rejlander und Southworth & Hawes.
Bekannte Porträtfotografen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Richard Avedon (1923–2004)
Rudolf Dührkoop (1848–1918)
Carl Durheim (1810–1890)
Hugo Erfurth (1874–1948)
Gisèle Freund (1908–2000)
Elsbeth Gropp (1885–1974)
Emil Otto Hoppé (1878–1972)
Yousuf Karsh (1908–2002)
Annie Leibovitz (* 1949)
Peter Lindbergh (* 1944)
Augusto De Luca (* 1955)
Martha Maas (1893–1970)
Arnold Newman (1918–2006)
Isolde Ohlbaum (* 1953)
Madame d’Ora (1881–1963)
Irving Penn (1917–2009)
Jim Rakete (* 1951)
Stefan Rosenbauer (1896–1967)
August Sander (1876–1964)
Martin Schoeller (* 1968)
Michel Sima (1912–1987)
Franz Xaver Setzer (1886–1939)
Marie Karoline Tschiedel (1899–1980)
Albert Watson (* 1942)
Lothar Wolleh (1930–1979)
Jacob Wothly (1823–1873)

Quelltext: www.wikipedia.org